Der Maulbeerbaum

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ROLAND VONTOBEL Text // WERNER MEIER Illustration

Hier­zu­lan­de ist der Maul­beer­baum weni­ger bekannt, da er vor allem die gemäs­sig­ten und sub­tro­pi­schen Kli­ma­zo­nen bevor­zugt. Wie die Fei­gen gehört er der Pflan­zen­fa­mi­lie der Maul­beer­ge­wäch­se an. Sei­ne Blät­ter sind die Haupt­nah­rung der Sei­den­spin­ner­rau­pen und wer­den in gros­sen Men­gen für die Sei­den­her­stel­lung benö­tigt. Bevor die Sei­de von Kunst­fa­sern ver­drängt wur­de, waren Maul­beer­bäu­me daher auch in Euro­pa ver­brei­tet, vor allem im Mit­tel­meer­raum und in Ita­li­en, wo man sie noch heu­te in Alle­en oder Gär­ten antrifft.

Die weis­sen, roten und schwar­zen Maul­beer­bäu­me lie­fern brom­beer­för­mi­ge Bee­ren, die wie süs­se Wein­bee­ren schmecken und gesund­heit­lich wert­voll sind. Da sie wie Fei­gen schnell ver­der­ben, fin­det man im Han­del nur getrock­ne­te Bee­ren oder deren blau­ro­ten Saft. Auch das Holz des weis­sen Maul­beer­baums, der bis zu fünf­zehn Meter hoch wer­den kann, wird wegen sei­ner Här­te und Bear­bei­tungs­fä­hig­keit geschätzt und für Holzin­stru­men­te und Gegen­stän­de verwendet.

Neu­ste wis­sen­schaft­li­che For­schun­gen über die Heil­wir­kung und Inhalts­stof­fe der Maul­beer­blät­ter haben aber erstaun­li­ches zuta­ge gebracht. Sie ent­hal­ten bis 25 Pro­zent Pro­te­in und dazu auch sehr viel Kal­zi­um, Eisen und Spu­ren­ele­men­te wie Zink, Kup­fer, Bor…

Zusätz­lich wur­de ein sel­te­ner Pflan­zen­wirk­stoff ent­deckt, der nach­weis­lich den Zucker­spie­gel von Alters­dia­be­tes oder Typ 2 Dia­be­tes senkt. Die­ser Wirk­stoff ver­lang­samt die Zucker­auf­spal­tung wie ein che­mi­sches Medi­ka­ment, gleich­zei­tig stärkt und rege­ne­riert er aber auch die insu­lin­bil­den­den Zel­len in der Bauchspeicheldrüse.

Wei­te­re gute Erfolg wur­den gegen Arte­rio­skle­ro­se, zur Unter­stüt­zung bei Blut­hoch­druck und gegen Was­ser­an­samm­lun­gen im Kör­per erzielt. Zusätz­lich wer­den auch die Cho­le­ste­rin­wer­te ver­bes­sert, indem das gute Cho­le­ste­rin (HDL) erhöht und das schlech­te (LDL) gesenkt wer­den. Maul­beer­blät­ter gibt es als Kap­seln, die täg­lich ein­ge­nom­men wer­den können.

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