Schilddrüsenüberfunktion

Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email

ROLAND VONTOBEL Text // WERNER MEIER Illustration

Die unter dem Kehl­kopf vor der Luft­röh­re lie­gen­de Schild­drü­se ist lebens­wich­tig zur Regu­la­ti­on unse­rer Kör­per­funk­tio­nen. Sie besteht aus zwei Sei­ten­lap­pen, die mit einem Mit­tel­lap­pen ver­bun­den sind. Die sen­si­blen Drü­sen, die eng mit dem vege­ta­ti­ven Ner­ven­sy­stem gekop­pelt sind, pro­du­zie­ren jod­hal­ti­ge Hor­mo­ne. Die­se Hor­mo­ne beein­flus­sen den Stoff­wech­sel, das Ner­ven­sy­stem und den Blut­druck auf eine regu­lie­ren­de Weise.

Eine abnor­ma­le Stei­ge­rung der Schild­drü­sen­tä­tig­keit führt zu einer gleich­zei­ti­gen Beschleu­ni­gung der Ver­bren­nungs­vor­gän­ge. Die Aus­wir­kun­gen sind ein beschleu­nig­ter Puls, Heiss­hun­ger, Schlaf­lo­sig­keit oder Abma­ge­rung trotz viel Essens. Die­se Krank­heit wur­de im 19. Jahr­hun­dert von einem Dok­tor Base­dow aus Meers­burg ent­deckt und nach ihm benannt. Frau­en im mitt­le­ren Alter erkran­ken fünf­mal häu­fi­ger dar­an als Män­ner. Ursa­chen für die Erkran­kung sind Eiter­zäh­ne, immer wie­der ver­ei­ter­te Man­deln, Arbeits­über­la­stung oder Sorgen.

Mit­tels Blut­bild und Ultra­schall kann der Arzt den genau­en Zustand der Schild­drü­se ermit­teln. Beglei­tend zur ärzt­li­chen The­ra­pie bie­tet die Natur­heil­kun­de viel Unter­stüt­zung. Die Ernäh­rung soll ohne Reiz­mit­tel, ohne jod­hal­ti­ge Lebens­mit­tel, fleisch­arm und aus viel Voll­korn­pro­duk­ten, Sala­ten und Gemü­se bestehen. Jod­hal­ti­ges Salz weg­las­sen und mit Kräu­tern wür­zen. Kal­te Hals­wickel mit Lehm beru­hi­gen die über­reiz­te Schild­drü­se. Täg­lich eine Stun­de in der frei­en Natur auf­hal­ten und den Aus­gleich zwi­schen Anspan­nung und Ent­span­nung fin­den. Natur­heil­kund­lich hat sich Wolfs­trapp (Lyco­pus euro­pae­us L.) bewährt. Als Pflan­zen­tink­tur neh­men Sie 3 x 20 Trop­fen täg­lich, und Ner­vo­si­tät, ner­vö­ses Herz­klop­fen, Unru­he, Schlaf­lo­sig­keit und Schweiss­aus­brü­che wer­den immer sel­te­ner. Eben­falls hat sich ein Kräu­ter­tee aus glei­chen Tei­len Wolfs­trapp, Herz­ge­spann, Hop­fen, Melis­se und Pas­si­ons­blu­me bewährt: 1 Ess­löf­fel mit 5 dl Was­ser auf­brü­hen und den Tee über den Tag ver­teilt trinken.

© 2021 Spisergass Drogerie – Impressum, Datenschutz