Schwitzen, reichlich oder übermässig

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ROLAND VONTOBEL Text // WERNER MEIER Illustration

Jetzt in der war­men Jah­res­zeit lei­den wie­der vie­le Men­schen unter star­kem Schwit­zen. Wenn das Schwit­zen über­mäs­sig wird oder an ein­zel­nen Kör­per­par­tien sehr stark auf­tritt, muss die Ursa­che dafür gesucht werden.

Was sind die Grün­de für zu star­kes oder ein­sei­ti­ges Schwit­zen? Nor­ma­ler Schweiss ist klar und geruch­los, erst bei bak­te­ri­el­ler Zer­set­zung nimmt er einen Geruch an. Das Schwit­zen ist eine akti­ve Haut­at­mung, von innen nach aus­sen. Es regelt den Wär­me­haus­halt des Kör­pers, d.h., wenn es wär­mer wird, bil­det sich auto­ma­tisch mehr Schweiss. Er ver­dun­stet und spen­det eine ange­neh­me Küh­le. Beim Schwit­zen bil­det sich auf der Haut ein natür­li­cher Säu­re­man­tel, der das Ein­drin­gen von Bak­te­ri­en ver­hin­dert. Durch die über­mäs­sig star­ke Schweiss­pro­duk­ti­on ent­zün­det sich oft­mals die Haut oder es kön­nen sich Haut­aus­schlä­ge, Juck­reiz oder Ris­se bil­den. Als Ursa­che gel­ten Ner­vo­si­tät, Wech­sel­jahr­be­schwer­den, Nie­ren­krank­hei­ten, Schild­drü­sen­stö­run­gen, Man­gel­krank­hei­ten (Ernäh­rung beach­ten),
Fie­ber, Angst­zu­stän­de oder Erschöp­fung und Schwäche.

Wie kön­nen Sie das über­mäs­si­ge Schwit­zen erfolg­reich behandeln?

Wich­tig ist es, die Schweiss­drü­sen nicht mit Sal­ben, Sprays oder Sticks zu unter­drücken. Die Beschwer­den ver­lan­gen auch eine inne­re Behand­lung. Sie müs­sen also Ihre Stö­rung erken­nen und die­se beheben.

Was ist für alle Schwit­zer wichtig?

Trin­ken Sie in die­ser Jah­res­zeit reich­lich und etwas mehr wie üblich. Ver­mei­den Sie star­kes Sal­zen, essen Sie weni­ger Fleisch, trin­ken sie kei­nen Alko­hol und Kaf­fee. Essen Sie dafür mehr Obst, Früch­te und Sala­te, alles Lebens­mit­tel, die küh­len hel­fen. Leib­wä­sche durch Duschen oder feuch­tes Abrei­ben oder Voll­bä­der hilft. Tra­gen Sie atmungs­ak­ti­ve Wäsche aus natür­li­chen Fasern. Die wich­tig­ste Heil­pflan­ze bei über­mäs­si­gem Schwit­zen ist der Sal­bei. Trin­ken Sie Sal­bei­tee aus den Sal­bei­blät­tern. Zusätz­lich hilft eine Wachol­der­bee­ren­kur, wel­che die Nie­ren­funk­ti­on unter­stützt. Essen Sie davon am ersten Tag eine Bee­re und stei­gern Sie jeden Tag um eine Bee­re bis zum zwölf­ten Tag. Danach redu­zie­ren Sie um eine Bee­re bis zum 24. Tag. Der Kör­per wird dadurch ent­schlackt und ent­wäs­sert und gestärkt.

Ich wün­sche Ihnen erträg­li­che heis­se Tage.

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