Teemischung richtig zusammenstellen

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ROLAND VONTOBEL Text // WERNER MEIER Illustration

Jetzt ist die rich­ti­ge Zeit für duf­ten­de, heis­se Kräu­ter­tees. Dem Trend fol­gend, wie­der selbst zu gärt­nern oder auf Wie­sen und in Wäl­dern Wild­kräu­ter zu suchen, haben Sie viel­leicht auch schon ver­sucht, eine eige­ne Tee­mi­schung zu kre­ieren. Sie haben den Tee auf­ge­brüht, getrun­ken und dann fest­ge­stellt, dass die gekauf­te Mischung doch bes­ser schmeckt. Zuge­ge­ben, Heil­kräu­ter­tees müs­sen nicht zwin­gend gut schmecken, son­dern eine gute Heil­wir­kung ent­fal­ten. Aber ein gefäl­li­ger Geschmack för­dert die Ein­nah­me­häu­fig­keit und damit auch den Erfolg.

Was gilt es beim Zusam­men­set­zen einer pas­sen­den Kräu­ter­mi­schung zu beach­ten? In erster Linie soll­te sie dem Heil­zweck gerecht wer­den. Neh­men wir zum Bei­spiel einen Beru­hi­gungs­tee: Als Haupt­kraut wäh­len wir Melis­sen­blät­ter – sie rie­chen schön zitro­nig. Dann grei­fen wir zu einem Kraut, das im Tee­ge­misch dem Auge schmei­chelt, Laven­del­blü­ten oder wenig Gold­me­lis­sen­blü­ten. Etwas zur Beru­hi­gung der Bauch­ner­ven darf nicht feh­len, da emp­feh­le ich Schaf­gar­be. Und um den Geschmack des auf­ge­gos­se­nen Tees zu ver­stär­ken und die Auf­nah­me der Wirk­stof­fe zu ver­bes­sern, darf es noch etwas Süss­holz sein. Schon haben wir einen schön anzu­se­hen­den und gut duf­ten­den
Beru­hi­gungs- und Schlaf­tee aus selbst­ge­zo­ge­nen und selbst­ge­such­ten Kräu­tern. Dazu passt ein Löf­fel hei­mi­scher
Honig, und das Genies­sen kann beginnen.

Unter Beach­tung die­ser Kri­te­ri­en las­sen sich wei­te­re hei­len­de Tees kre­ieren, zum Bei­spiel zur Stär­kung des Kreis­laufs mit Ros­ma­rin als Heil­kraut, zur Beru­hi­gung von gereiz­tem Magen und Darm mit Kamil­le oder zur Blut­rei­ni­gung mit Löwen­zahn­wur­zel und Stor­chen­schna­bel. Bleibt noch eine Fra­ge: Wie wird der Tee rich­tig zube­rei­tet? Die nicht hol­zi­gen Tee­mi­schun­gen soll­ten nicht auf­ge­kocht, son­dern nur heiss auf­ge­brüht, 5 bis 10 Minu­ten ste­hen gelas­sen und danach abge­siebt wer­den. Zuge­deckt blei­ben die sen­si­blen Duft­stof­fe im Tee erhalten.

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