Weinraute hilft bei Verletzungen und Überanstrengungen

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ROLAND VONTOBEL Text // WERNER MEIER Illustration

Die Wein­rau­te war schon im Alter­tum hoch­an­ge­se­hen und hat­te den Ruf einer aus­ser­ge­wöhn­li­chen Heil­pflan­ze. Ihr aro­ma­ti­scher Duft schütz­te vor schlech­ten Gerü­chen, ver­bes­ser­te Wein und Grap­pa und redu­zier­te die schäd­li­che Wir­kung des Alko­hols. Im Mit­tel­al­ter half sie gegen Pest, sie gehör­te in jeden Klo­ster- und Bau­ern­gar­ten und wur­de auch gegen Frost­beu­len, bei Seh­schwä­che, Schwin­del und Epi­lep­sie ange­wen­det. Die Wein­rau­te ist leicht gif­tig, schon der Haut­kon­takt kann bei emp­find­li­chen Per­so­nen zu all­er­gi­schen Reak­tio­nen führen.

Heut­zu­ta­ge set­ze ich die Rau­te in mei­ner Pra­xis als Urtink­tur, als Trif­loris, als ener­ge­ti­sier­te Heil­pflan­ze oder als homöo­pa­thi­sches Mit­tel oft und erfolg­reich ein und könn­te ohne die­se Pflan­ze nicht mehr arbei­ten. Ähn­lich wie Arni­ka oder Rhus tox. ver­bes­sert sie alle Krank­hei­ten, die durch Käl­te, Näs­se und Ruhen ver­schlech­tert wer­den, und Krank­hei­ten, die durch kör­per­li­che wie auch psy­chi­sche Über­an­stren­gun­gen aus­ge­löst wer­den. So ist sie wirk­sam bei Augen­schmer­zen nach Com­pu­ter­ar­beit und Beschwer­den nach stren­gen Haus- oder Gar­ten­ar­bei­ten wie bei­spiel­wei­se Schleim­beu­tel­ent­zün­dun­gen, Hand­ge­lenk­schwel­lun­gen oder Mus­kel­schmer­zen. Die Anwen­dung von Wein­rau­te löst zudem ver­här­te­te Seh­nen und Bän­der, sodass sich Spick­fin­ger oder Kon­trak­tu­ren bes­sern. Frau­en schät­zen die Wir­kung der Rau­te bei Brust­drü­sen­ent­zün­dun­gen, schwa­cher Milch­bil­dung oder Brust­kno­ten­bil­dung beim Stil­len. Auch das Aus­blei­ben­den der Regel wird erfolg­reich behan­delt. Hilf­reich ist die Rau­te zudem bei einem Mast­darm­vor­fall. Und dünn­häu­ti­gen und ver­letz­li­chen Men­schen, die zart­be­sai­tet und leicht ver­wund­bar sind, ver­leiht die Wein­rau­te Wider­stands­fä­hig­keit und Schutz.

Ange­wen­det wird die Wein­rau­te (Ruta graveo­lens L.) als Urtink­tur für Umschlä­ge, als Trif­loris-Essenz (3 x 5 Trop­fen täg­lich) oder als homöo­pa­thi­sches Mit­tel. Erhält­lich ist sie in Natur­arzt­pra­xen oder in Drogerien.

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