Bitterklee beruhigt den Magen

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ROLAND VONTOBEL Text // WERNER MEIER Illustration

 

Auf mei­nen Kräu­ter­ex­kur­sio­nen suche ich jedes Jahr den Bit­ter­klee. Wohl den mei­sten unbe­kannt, liebt die­se alte Heil­pflan­ze sump­fi­ge Moor­wie­sen. Am besten gedeiht der Bit­ter­klee, der auch unter den Namen Fie­ber­klee oder Was­ser­klee bekannt ist, wenn die Wur­zeln im Was­ser ste­hen. Der Wur­zel­stock kriecht dem Boden ent­lang, und aus ihm ent­sprin­gen die lang­ge­stiel­ten Blät­ter und der Blü­ten­stand mit sei­nen hya­zin­then­ähn­li­chen, röt­lich-weis­sen Blü­ten. Die klee­ar­ti­gen Blät­ter wer­den im Juni gesam­melt und getrock­net als Tee, frisch im Salat oder als Pflan­zen­tink­tur verwendet.

Durch den Gehalt an Bit­ter­stof­fen wird die Ver­dau­ung ange­regt und Blä­hun­gen, Appe­tit­lo­sig­keit oder ner­vö­ser Magen regu­liert. Untä­tig­keit des Magens und des Darms, Erschlaf­fung der Ver­dau­ungs­or­ga­ne, anhal­ten­de Ver­stop­fung und Sod­bren­nen sind die typi­schen Ein­satz­ge­bie­te für den Bit­ter­klee. Eben­falls wer­den Bauch­spei­chel­drü­se und Gal­len­pro­duk­ti­on ange­regt. Schon eine Kur von einem Monat in Form von Trop­fen (3 x 20 Trop­fen) oder Tee (3 x täg­lich eine Tas­se: 1 Tee­löf­fel mit heis­sem Was­ser anbrü­hen) kann die­se Regu­la­ti­on bewirken.

Die alten Ärz­te rühm­ten den Bit­ter­klee auch bei Leber­lei­den, Gelb­sucht, Blut­ar­mut und Was­ser­sucht mit einer geschwäch­ten Leber als Aus­lö­ser der Beschwer­den. Auch bei Migrä­ne und Kopf­schmer­zen mit Ver­dau­ungs­pro­ble­men als Ursa­che soll er helfen.

Als Kur gegen Früh­jahrs­mü­dig­keit soll der Bit­ter­klee alle ande­ren Blut­rei­ni­gungs­kräu­ter wie Schar­bocks­kraut, Brun­nen­kres­se, Bär­lauch etc. in der Wir­kung über­tref­fen: Er bewirkt ein schnel­les Anstei­gen der Kräf­te. In alten Kräu­ter­bü­chern wird der Bit­ter­klee auch bei Erkäl­tungs­krank­hei­ten erwähnt. Der Tee soll Lun­gen und Bron­chi­en von Schleim befreien.

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