Gemüse und Kräuter aus der Natur

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ROLAND VONTOBEL Text // WERNER MEIER Illustration

Ken­nen Sie das? Wenn die Tage län­ger wer­den und die Tem­pe­ra­tu­ren anstei­gen, macht sich im Kör­per die Früh­jahrs­mü­dig­keit mit Schwä­che, Erschöp­fung, Unlust, Abge­spannt­heit, Über­emp­find­lich­keit, even­tu­ell Schlaf­lo­sig­keit und Appe­tit­lo­sig­keit bemerk­bar. Jetzt rächt es sich, dass Sie im Win­ter kei­ne Zeit für regel­mäs­si­ge Bewe­gung in der frei­en Natur hat­ten und dass das Essen zu üppig und zu vit­amin­arm war.

Was kön­nen Sie dage­gen unter­neh­men, damit Sie wie­der schnell fit sind und den Früh­ling in vol­len Zügen genies­sen kön­nen? Sie fin­den gera­de jetzt in Feld, Wald und Wie­sen die rich­ti­gen, wild­wach­sen­den Gemü­se und Wild­kräu­ter, die Ihre Lebens­gei­ster wie­der erwecken. Ich den­ke da zum Bei­spiel an den Bär­lauch. Frisch gepflückt, kann er zum Salat gege­ben wer­den, Sie berei­ten sich mit Oli­ven­öl und Pini­en­ker­nen ein fei­nes Pesto zu oder Sie dün­sten ihn wie Spinat.

Eine wei­te­re Wun­der­tü­te an Vit­ami­nen und Mine­ral­stof­fen, die Ihren Orga­nis­mus bele­ben, ist die Brennnes­sel. Kurz ins heis­se Was­ser gelegt, löst sich das Gift der Brenn­haa­re, und Sie kön­nen die Blät­ter dem Salat zufü­gen. Gekocht und püriert, lässt sich dar­aus eine gute Brennnes­sel­sup­pe zube­rei­ten. Brennnes­sel gibt gutes Blut und kräf­tigt. Eben­falls eig­net sich Brennnes­sel­tee als Kur-und Rei­ni­gungs­tee für jeden Tag wäh­rend etwa drei bis vier Wochen. Brü­hen Sie dazu einen Trieb Brennnes­sel­blät­ter mit einem hal­ben Liter heis­sem Was­ser an, und las­sen Sie den Tee zehn Minu­ten zie­hen. Die­sen Tee mor­gens trinken.

Ver­ges­sen Sie auch den Löwen­zahn nicht. Löwen­zahn ent­hält vie­le Mine­ral­stof­fe, Vit­ami­ne und Bit­ter­stof­fe, die Ihren Orga­nis­mus ent­la­sten und stär­ken. Ver­wen­den Sie die jun­gen Blät­ter als Zusatz zu ihrem täg­li­chen Salat. Dazu eini­ge jun­ge Blät­ter an einem geschütz­ten Ort, am Wald­rand, an einem Bach­ufer oder in einem lich­ten Wald pflücken, waschen und mit einem Mes­ser zer­klei­nert dem Salat zufü­gen. Nicht zu viel, es soll­te nur ein Zusatz zum nor­ma­len Salat sein, dafür jeden Tag wäh­rend drei bis vier Wochen. Eben­falls kön­nen Sie eini­ge Blü­ten dem Salat zufü­gen. Auch der Blü­ten­stiel kann ganz geges­sen wer­den. Ein Stiel pro Tag und pro Per­son ist genü­gend. Löwen­zahn­wur­zeln kön­nen Sie aus­gra­ben, waschen und wie Karot­ten dämp­fen. Wei­te­re wert­vol­le und kräf­ti­gen­de Kräu­ter sind das Schar­bocks­kraut, die Kohl­di­stel, der Haber­mark, der Bach­bun­geneh­ren­preis, fri­sche Trie­be von Wald­him­beer­blät­tern und vie­le mehr. Aus dem Natur­heil­mit­tel­sor­ti­ment emp­feh­le ich eine Kur mit Gelée-Roya­le-Kap­seln oder Kom­bi­na­tio­nen mit Gin­seng, Tai­ga­wur­zeln, Biber­nell und Meisterwurz.

So gestärkt, spü­ren Sie wie­der Ihre Ener­gie anstei­gen, und Sie gehen lust­voll und ener­gie­ge­la­den in den Früh­ling. Viel Spass beim Wild­kräu­ter­su­chen wün­sche ich Ihnen.

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