Mäusedorn unterstützt bei Maculadegeneration

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ROLAND VONTOBEL Text // WERNER MEIER Illustration

Der ste­chen­de Mäu­se­dorn, latei­nisch Rus­cus acu­lea­tus L., ist ein klei­ner immer­grü­ner Strauch, der im Unter­holz von Gebü­schen und Wäl­dern im Tes­sin und in Ita­li­en wächst. Sei­ne led­ri­gen, mit ste­chen­den Spit­zen ver­se­he­nen Blät­ter und sei­ne roten Bee­ren las­sen ihn von ande­ren Grün­pflan­zen unterscheiden.

Frü­her ver­wen­de­te man die sta­che­li­gen Blät­ter als Mäu­se­ab­wehr in den Vor­rats­kam­mern. Eben­falls genoss man die grü­nen, fri­schen Trie­be als Spar­gel­er­satz. Durch sei­ne auf­fäl­li­ge Erschei­nung wur­de er schon in frü­hen Zei­ten als Heil­mit­tel ver­wen­det. Damals wur­den die Wur­zeln in Öl ein­ge­legt, und die­se Ölmi­schung wur­de zur Hei­lung ver­letz­ter Seh­nen ein­ge­setzt. Eben­falls rühm­te man im Mit­tel­al­ter die her­vor­ra­gen­de ent­zün­dungs­hem­men­de Wir­kung des Rus­cus aculeatus.

Heut­zu­ta­ge hat der Mäu­se­dorn einen festen Platz in der Natur­heil­kun­de. Der alko­ho­li­sche Aus­zug aus Wur­zeln, Blät­tern und Blü­ten emp­fiehlt sich bei Venen­schwä­che mit Schmer­zen und Schwe­re­ge­fühl als Trif­loris-Essenz (3 x 5 Trop­fen täg­lich). Auch nächt­li­che Waden­krämp­fe, Juck­reiz, Schwel­lung der Unter­schen­kel, Krampf­adern, vari­kö­se Ekze­me und Öde­me, Ent­zün­dun­gen und schlecht hei­len­de Venen­ge­schwü­re ver­bes­sern sich. Lin­de­rung bringt der Rus­cus acu­lea­tus eben­falls bei After­juck­reiz, Anal­ris­sen und Hämorrhoiden.

Bei der Macu­la­de­ge­ne­ra­ti­on, einer weit­ver­brei­te­ten Erkran­kung der Augen im Alter, unter­stützt der Mäu­se­dorn die Hei­lung, indem er die fei­nen Blut­ge­fäs­se (Kapil­la­ren) vor Brü­chig­keit bewahrt. Eine ähn­li­che Erkran­kung sind Besen­reis­ser und Cou­per­o­se. Auch hier ver­mag der Mäu­se­dorn Blut­fluss und Ela­sti­zi­tät der Blut­ge­fäs­se zu ver­bes­sern und damit das Aus­se­hen der Haut zu nor­ma­li­sie­ren. Eine ergän­zen­de Heil­pflan­ze zum Mäu­se­dorn ist der Gink­go­baum. Bei­de Pflan­zen zusam­men regu­lie­ren und rege­ne­rie­ren die gesam­ten Blut­ge­fäs­se im Kör­per und sor­gen für Jugend­lich­keit und gute Zirkulation.

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